Was ist eine Makuladegeneration (AMD)?
Die Makula ist der zentrale Punkt der Netzhaut, an dem wir am schärfsten und detailreichsten sehen. Bei einer Makuladegeneration kommt es zu einer fortschreitenden Schädigung dieses zentralen Netzhautbereichs.
Das bedeutet: Das periphere Sehen (Orientierung im Raum) bleibt in der Regel erhalten – aber das Lesen, Erkennen von Gesichtern und feine Tätigkeiten werden zunehmend schwieriger.
Symptome und Auswirkungen im Alltag
Typische Anzeichen einer Makuladegeneration sind:
- Verzerrtes oder verschwommenes Sehen im Zentrum
- Ein dunkler oder grauer Fleck im zentralen Blickfeld
- Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern
- Abnahme von Kontrast- und Farbsehen
- Erhöhter Bedarf an Licht beim Lesen
Viele Betroffene beschreiben, dass sie „wie durch einen Schleier“ sehen oder dass Buchstaben in der Mitte „verzogen“ erscheinen.
Welche Formen der AMD gibt es?
Trockene Makuladegeneration
Die trockene AMD ist die häufigere und langsam fortschreitende Form. Dabei kommt es zu einem allmählichen Abbau von Netzhautzellen im Bereich der Makula.
Feuchte Makuladegeneration
Die feuchte AMD ist seltener, aber aggressiver. Es bilden sich krankhafte, undichte Blutgefässe unter der Netzhaut, die zu Flüssigkeitseinlagerungen oder Blutungen führen können. Diese Form kann das Sehen relativ rasch und deutlich verschlechtern.
Ursachen und Risikofaktoren
Die wichtigste Ursache ist der natürliche Alterungsprozess der Netzhaut. Weitere Risikofaktoren sind:
- genetische Veranlagung
- Rauchen
- Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- starke UV-Belastung
- ungesunde Ernährung
Abklärung und Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine gezielte augenärztliche Untersuchung. Dabei beurteilen wir unter anderem:
- den Zustand der Netzhaut und der Makula
- die Sehschärfe
- hochauflösende Netzhautbilder (z. B. mittels OCT)
So lässt sich zuverlässig feststellen, ob eine AMD vorliegt, welche Form es ist und wie aktiv die Erkrankung ist.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung hängt entscheidend von der Form der AMD ab:
- Bei der trockenen AMD steht die Verlaufskontrolle, Optimierung von Risikofaktoren und in bestimmten Fällen unterstützende Massnahmen im Vordergrund.
- Bei der feuchten AMD stehen heute wirksame medikamentöse Therapien zur Verfügung, die das Fortschreiten in vielen Fällen deutlich bremsen oder stabilisieren können.
Wenn Sie Veränderungen Ihres zentralen Sehens bemerken – etwa Verzerrungen, Flecken oder Schwierigkeiten beim Lesen – ist eine zeitnahe Abklärung wichtig.
Je früher eine AMD erkannt wird, desto besser lassen sich Verlauf und Sehleistung beeinflussen.
Details zu den Therapien finden Sie auf unserer Seite: AMD – Behandlung in der SehKlinik