Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Behandlung

Wann ist eine Behandlung sinnvoll?

Nicht jede Form der AMD muss sofort aktiv behandelt werden. Entscheidend ist:

  • ob es sich um eine trockene oder feuchte AMD handelt
  • wie aktiv die Erkrankung ist
  • und wie stark das Sehen bereits beeinträchtigt ist

Insbesondere bei der feuchten AMD ist eine rasche Behandlung wichtig, da sich das Sehen sonst innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern kann.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die feuchte AMD wird heute in der Regel mit medikamentösen Injektionen ins Auge behandelt. Diese Medikamente hemmen krankhafte Gefässneubildungen und können:

  • das Fortschreiten der Erkrankung bremsen
  • Flüssigkeit in der Netzhaut reduzieren
  • und in vielen Fällen das Sehen stabilisieren oder teilweise verbessern

Die Behandlung erfolgt wiederholt in bestimmten Abständen und wird individuell an den Verlauf angepasst.

Für die trockene AMD gibt es derzeit keine heilende Therapie. Der Fokus liegt hier auf:

  • regelmässigen Kontrollen
  • Optimierung von Risikofaktoren
  • unterstützenden Massnahmen und Verlaufskontrolle

In bestimmten Situationen können ergänzende Massnahmen sinnvoll sein, um das Fortschreiten zu verlangsamen und das vorhandene Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.

Der Ablauf der Behandlung in der SehKlinik

Am Anfang steht immer eine gründliche Untersuchung. Wir beurteilen:

  • welche Form der AMD vorliegt
  • wie aktiv die Erkrankung ist
  • und welche Therapie medizinisch sinnvoll ist

Auf dieser Basis besprechen wir mit Ihnen in Ruhe und verständlich, welches Vorgehen für Ihre Situation am besten geeignet ist.

Bei der feuchten AMD erfolgt die Therapie in der Regel mittels Injektion ins Auge unter lokaler Betäubung. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und erfolgt ambulant.

Die AMD ist eine chronische Erkrankung. Deshalb sind regelmässige Kontrollen wichtig, um den Verlauf zu überwachen und die Therapie bei Bedarf anzupassen.

Ist die Behandlung schmerzhaft oder belastend?

Die Injektionen erfolgen unter lokaler Betäubung und sind in der Regel gut tolerierbar. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung eher als unangenehm, aber nicht als schmerzhaft.

Die modernen AMD-Therapien gelten als sehr sicher. Dennoch gilt: Kein medizinischer Eingriff ist völlig risikofrei. Seltene Komplikationen können zum Beispiel Entzündungen oder Druckveränderungen im Auge sein. Darüber informieren wir Sie offen und transparent, bevor eine Behandlung beginnt.

Ihr nächster Schritt

Wenn bei Ihnen eine AMD bekannt ist oder Sie Veränderungen Ihres zentralen Sehens bemerken, ist eine zeitnahe augenärztliche Abklärung wichtig.

Gemeinsam klären wir, ob und welche Behandlung in Ihrer Situation sinnvoll ist und wie wir Ihr Sehvermögen bestmöglich erhalten können.

Häufige Fragen zur AMD-Behandlung

Nein. Aber der Verlauf – insbesondere der feuchten AMD – lässt sich heute oft gut kontrollieren.

Das ist individuell verschieden und hängt vom Verlauf der Erkrankung ab.

Oft zeigt sich bereits nach kurzer Zeit eine Stabilisierung.

Manche Patienten benötigen langfristige Kontrollen und wiederholte Behandlungen.

Vor allem die feuchte AMD kann unbehandelt zu einer raschen Verschlechterung des Sehens führen.

In manchen Fällen ja – häufig ist aber das Ziel vor allem die Stabilisierung.

Medizinisch notwendige Behandlungen werden in der Regel von der Grundversicherung übernommen.

Schwere Komplikationen sind sehr selten.

Das wird individuell entschieden.

Die Forschung entwickelt sich laufend weiter. Wir informieren Sie gerne über aktuelle Möglichkeiten.

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